Ob als slawische Siedlung oder als Rückzugsort vor den Truppen im 30-jährigen Krieg, der Werder hatte immer seine Bedeutung in der Region. 

Die jüngere Geschichte des Werders ist aufs Engste mit seiner Nutzung als Rohstofflieferant verbunden. Schon im 18. Jahrhundert ist der Tonabbau und die Verarbeitung zu Ziegeln u. ä. nachgewiesen. Um 1900 wurde daraus ein kleines „Industriegebiet“ mit Ziegelei, Töpferei und Zimmerei. Erst in den 50er Jahren des vorigen Jh. wurde der Tonabbau eingestellt. Seit dem weideten im Sommer Rinder auf der Insel, im Herbst wurde abgetrieben. In den 70er Jahren verließen die letzten Bewohner, Willi Neubauer mit seiner Familie, die Insel. Das letzte Gebäude wurde in den 80ern abgerissen, 1999 wurde auch die Beweidung eingestellt. 

Im Herbst 2007 erwarben wir den Werder, seit 2008 weiden dort wieder Schafe und Ziegen, ein Jahr darauf auch Rinder und Pferde, es wurden über 200 Obstbäume gepflanzt, die Landwirtschaft und die Menschen dazu kehren zurück.